Grundlegende Informationen zur Datenerfassung außerklinischer Geburten

Jede Hebamme oder Hebammeneinrichtung sollte sich an der Erhebung der Daten und damit verbunden an der Qualitätssicherung beteiligen. Für von Hebammen geleitete Einrichtungen (HgE: Geburtshäuser, Hebammenpraxen mit Räumen für Geburtshilfe, Entbindungsheime) besteht dazu per Ergänzungsvertrag eine vertragliche Vorgabe, wenn sie Betriebskosten mit dem gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Für betreute Geburten im häuslichen Umfeld (Hausgeburten) von gesetzlich versicherten Frauen gilt die vertraglich festgelegte Erfassung ab dem Jahr 2016.

Zurzeit werden rund 11.000 außerklinisch geplante und begonnene Geburten erfasst und ausgewertet (Ergebnisse finden Sie unter den Links "Historie" oder "Publikationen" und dort in den jeweiligen Jahresberichten oder unter "Geburtenzahlen"). Rund 85 % aller Geburten, die laut destatis nicht in einer Klinik stattgefunden haben, fließen somit in die QUAG-Statistik ein und ergeben seit dem Jahr 2000 repräsentative Aussagen und entsprechen als veröffentlichte Fallserie einem Evidenzlevel IV therapeutischer Studien (lt. Verfahrensordnung des G-BA abrufbar unter: www.g-ba.de in § 11 Abs. 3 des 2. Kapitels).

Eine Vollerfassung aller Geburten in Deutschland kann es aus folgenden Gründen nicht geben. Geburten in Rettungswagen, Alleingeburten, illegale Geburten oder Babyklappenkinder lassen sich aktuell nicht in einer der bestehenden geburtshilflichen Statistik erfassen.
Aber die Hebammen können sich bemühen, möglichst alle ihre außerklinisch betreuten Geburten in die Erhebung und Auswertung einzubringen.

Zudem kommt es vereinzelt zu ungeplanten Hausgeburten, zu denen Hebammen nur ausnahmsweise gerufen werden, von diesen werden jedes Jahr ca. 130 an die QUAG zur Erfassung gegeben. Solche „Ausnahmegeburten“ können telefonisch zusammen mit der Landeskoordinatorin oder der Geschäftsstelle der QUAG erfasst werden, ohne dass Sie Mitglied sein müssen. Wir senden auch gern einen Bogen zum Ausfüllen zu, der dann Online von uns eingegeben wird, denn seit 2011 können außerklinisch betreute Geburten nur noch Online im Internet unter www.perinatalerfassung.de erfasst werden. Um Ihre Geburten dokumentieren zu können, sollten Sie wie folgt vorgehen.

Vorgehen zur Erfassung:

Anmeldung mit einer kurzen Nachricht per E-Mail an buero@quag.de oder per Fax an 033678-41276 bei QUAG e.V. - darin enthalten sollen sein:

  1. Name und Anschrift, im Fax auch ihre Email-Adresse (bei Anmeldung einer HgE alle Namen der Kolleginnen, die Geburten erfassen werden).
  2. Die Anzahl der benötigten Bögen – analog der schon betreuten oder geplanten Geburten (Kosten pro Bogen Euro 8,83 Euro seit dem 01.04.2016, die über den Abrechnungspunkt 4000 von den Krankenkassen rückerstattet werden).

Wenn Sie an dem Verfahren zur Erfassung der Bögen über das Internet teilnehmen möchten, ist lediglich ein Internetzugang erforderlich. Wegen der Datenmenge und Geschwindigkeit der Datenübertragung wäre ein DSL vorteilhaft, aber auch per Stick mit LTE geht die Erfassung via Internet ganz gut. Die Datensicherheit für das Verfahren wurde vom Datenschutz abgeklärt und ist gewährleistet (Funktion ähnlich dem online-banking).

Sie können auch ohne eigenen Internetanschluss an dem Verfahren teilnehmen, wenn Sie z.B. bei Freunden oder Bekannten mehrere Geburten eingeben oder dazu in ein Internetcafé gehen. Eine Kopiervorlage für den Bogen, um die Daten vorab bei der Geburt eintragen zu können, kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Nach der Anmeldung per Email erhalten Sie mit einem Brief (per Post) die technischen Details und Hinweise, zum Einloggen: die vierstellige Einrichtungsnummer sowie das Passwort und einen Aufnahmeantrag und auch die Rechnung mit der Anzahl der bestellten Internet-Bögen und eine Information über die Datenerfassung (zur Info der betreuten Eltern zwecks Einhaltung Datenschutz).

Außerdem bitten wir in dem Brief um eine Rückmeldung, dass der Brief angekommen ist. Diese Rückmeldung muss (möglichst als Email) an QUAG erfolgen. Sofort nach dieser Nachricht, wird der Internetzugang und die entsprechende Bogenzahl freigeschaltet.

Für die ersten Schritte gibt es hier eine Kurzanleitung und ebenso gibt es für das möglichst korrekte Ausfüllen des Bogens eine Ausfüllanleitung hier und auf der Plattform zur Geburtenerfassung nach dem Einloggen.

Wenn die ersten Bögen aufgebraucht sind und Sie weitere benötigen, ist nur noch eine Email mit der Bestellung neuer Internet-Bögen an die buero@quag.de nötig. Die Rechnung wird direkt von der Geschäftsstelle erstellt und per Email-Anhang an Sie geschickt. Vorkasse und Abbuchungen nehmen wir nicht vor.

Wenn alle Voraussetzungen gegeben sind können Sie sich hier einloggen:
Perinatalerfassung Login: www.perinatalerfassung.de

Bei Problemen oder Fragen zur Erfassung oder zur Zugangsberechtigung setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung (Kontakt oder Landeskoordinatorin).

Wenn Sie in ihrer Nähe Kolleginnen kennen, die freiberuflich Geburten betreuen, dann werben Sie bitte für die Dokumentation.

 

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