Historie

Die Hebammenverbände Deutschlands führten vor der Gründung der QUAG e.V. zum 01.07.1996 die bundesweite Erhebung der außerklinischen Geburten ein. Dieses Qualitätsmanagement - Verfahren ist durch die Eigeninitiative der Hebammen in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Gynäkologinnen, Sozialwissenschaftlern u.a. entstanden. Die Dokumentation ist für die in der außerklinischen Geburtshilfe freiberuflich tätigen Hebammen freiwillig. Die Verbände setzen dabei auf die Eigenverantwortung der Hebammen, die unter anderem die Dokumentation und die Qualitätssicherung ihrer Hebammentätigkeit als Selbstverständnis ansehen.
Die bundesweite Erhebungsquote von ca. 80 % bestätigt diese Annahme.

In den letzten Jahren veränderten sich die außerklinischen Geburten – der Anteil von Hausgeburten ging sukzessive zurück, während Geburtshausgeburten stetig zunahmen.

 

Historie

 

„Ambulant vor stationär“ ist ein Slogan der Krankenkassen, um die Ausgaben im Gesundheitswesen „im Griff“ zu behalten. Die meisten Kosten fallen für die Versorgung von kranken Menschen in den Kliniken an.
Geburt ist jedoch keine Krankheit, wohl aber ein sehr intimer und ursprünglicher Prozess. Eine möglichst ungestörte Geburt mit einer kontinuierlichen 1:1 Betreuung (die Gebärende hat die Hebamme fast ununterbrochen an ihrer Seite) und ohne überflüssige Eingriffe ist in einem Kreißsaal leider zu oft nicht mehr möglich. Studien belegen aber, dass gerade die ungestörte Geburt weniger Probleme und Komplikationen aufzuweisen hat.
In einem Geburtshaus wird die Gebärende fachlich meist sogar mit einer 1:2 Betreuung begleitet (eine Gebärende und zwei Hebammen). Die ersten drei Geburtshäuser in Deutschland wurden als Antwort auf die weit verbreitete „programmierte Geburt“ bereits Ende der achtziger Jahre gegründet und haben sich seit dem bundesweit etabliert, ihre aktuelle Zahl liegt bei 130. Die aktuell zunehmende Zentralisierung der klinischen Geburtshilfe in sogenannten Geburtszentren und die damit verbundene Schließung kleiner Geburtsabteilungen kann regional sogar zur Eröffnung eines Geburtshauses führen.
Die Krankenkassen unterstützen ambulante Geburten in diesen Einrichtungen seit 2008 in Form der Übernahme von Betriebskosten. Die Häuser erfüllen im Gegenzug dafür strenge Auflagen, führen Qualitätsmanagement durch und sorgen damit verbunden für gute Strukturen, welche wiederum Sicherheit für die Abläufe und betreuten Geburten geben.
Einige Krankenkassen zahlen ihren Versicherten auch die Rufbereitschaft für die Hebamme, denn diese hält sich mit allen damit verbundenen Einschränkungen Tag und Nacht über einen Zeitraum von 5 Wochen für den möglichen Geburtsbeginn bereit.

In einigen Kliniken gibt es als Ergänzung für eine mehr frauenorientierte Geburtshilfe seit ca. 10 Jahren den hebammengeleiteten Kreißsaal, in dem ähnlich einem Geburtshaus die Geburt mit 1:1 Betreuung und ohne überflüssige Störungen ermöglicht werden soll (http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4095.php).

 

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